Dienstag 7. Februar 2012
Das feministische Seminar der SJÖ

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SJÖ/VSStÖ/aks: Den Frauen ihr Recht – Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

Wien (SK) - Mit einer Medienaktion anlässlich des Equal Pay Days machten die Sozialistische Jugend (SJÖ), der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) und die Aktion Kritischer SchülerInnen (aks) heute vor dem Parlament auf die eklatanten Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen aufmerksam. Am 27. September haben die unselbständig beschäftigten Männer bereits ein Einkommen, für das Frauen noch bis zum Jahresende arbeiten müssen.

Christine Utzig, Frauensprecherin der SJÖ, zeigt sich über die Einigung zwischen Sozial- und Frauenministerium erfreut, wonach Unternehmen ihre Gehälter betriebsintern, anonym veröffentlichen sollen und in einer zweijährigen Pilotphase unterstützende begleitet und beraten werden. Nach Ablauf dieser zwei Jahre müsse man über Sanktionen bei einer Nicht-Umsetzung nachdenken. "Jetzt ist die ÖVP gefordert, diesen wichtigen Schritt für Gleichbehandlung am Arbeitsmarkt mitzugehen. Wer nicht will, dass Gehälter offen gelegt werden, will auch nicht, dass Frauen gleich viel verdienen" so Utzig
in Richtung ÖVP. Neben der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Berufstätigkeit von Frauen sei es längst an der Zeit, geschlechtsspezifische Ungleichheiten bei Gehältern zu beseitigen. "Bewusstseinsbildung allein reicht hier nicht".


VSStÖ-Vorsitzende Sophie Wollner beklagt, dass gerade in akademischen Berufsgruppen mit höheren Einkommen der Frauenanteil besonders gering ist: „Obwohl mittlerweile mehr Frauen als Männer studieren und über ein hohes Bildungsniveau verfügen, sind noch immer kaum Frauen in Spitzenpositionen zu finden." Grund dafür sei unter anderem, dass „Frauen in Unternehmen an eine gläserne Decke stoßen. Gerade im hochqualifizierten Bereich gibt es Männerseilschaften, die Frauen kaum durchbrechen können." Die VSStÖ-Vorsitzende ist daher überzeugt, dass es für Frauen notwendig ist, „Netzwerke zu bilden und sich gegenseitig zu unterstützen."


Für Iris Schwarzenbacher von der aks beginnen die Ursachen für das Lohngefälle schon im Bildungssystem: „Das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern hängt sehr stark mit der Konzentration auf bestimmte Berufe zusammen und diese beginnt bereits in der Schule", so die aks-Vorsitzende. „Vor allem im berufsbildenden Bereich gibt es eine klare geschlechtsspezifische Prägung. Hier gilt es anzusetzen, um die Konzentration von Mädchen und Burschen auf wenige Lehrberufe zu verhindern", so Schwarzenbacher, die abschließend bessere Anreize für Mädchen, sich für „untypische" Lehrberufe zu entscheiden, fordert.

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