Abtreibung ist ein Frauenrecht – auch im Burgenland
"Über Jahrzehnte hinweg wurde die Fristenlösung im Burgenland ignoriert und nicht angewandt", so Frauensprecherin Julia Herr. "Der Vorstoß des Gesundheitsministers Alois Stöger war deshalb äußerst progressiv und ein Aufschrei für die Verwirklichung des Rechts auf Schwangerschaftsabbruch."
Die FPK möchte darauf aufmerksam machen, dass im Burgenland diese Offensive jedoch unter fadenscheinigen Argumenten wie etwa Anonymität und Themenkollisionen diskutiert wird. Die Frauenpolitische Kommission steht der Debatte kritisch gegenüber. Eine Kinderwunschambulanz, wie etwa jene in Oberpullendorf hat sich prinzipiell mit der Frage der Fruchtbarkeit auseinanderzusetzen. Der Wunsch Kinder zu bekommen, schließt den Wunsch die eigene Fertilität zu steuern bzw. zu verhindern nicht aus. Für die Sozialistische Jugend gilt es deshalb gerade die Möglichkeit für junge Frauen, die primär von der Option profitieren würden, im Burgenland zu schaffen.
Auch die Burgenländerin Leonie Tanczer, SJÖ-Bundesvorsitzende Stv. wünscht sich von der SPÖ stärkere Zugeständnisse auf diesem Gebiet. "Es zeugt von einer unglaublichen Scheinheiligkeit, wenn man prinzipiell SPÖ-Grundsätzen wie der Möglichkeit einer Fristenlösung zustimmt, aber sich nicht aktiv für deren Umsetzung stark macht." Die FPK Burgenland wünscht sich deshalb, dass die SPÖ Burgenland das Recht auf Schwangerschaftsabbruch anerkennt und sich stärker für die Anliegen der Frauen Burgenlands einsetzt und diese Option auf nicht länger verwehrt.








