„Du Sexist!“ Das hört man(n) immer wieder in Diskussionen. Immer öfter melden sich Frauen zu Wort, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Das ist auch gut so. Aber was heißt Sexismus eigentlich? Können nur Männer sexistisch sein? Warum lehnen wir in der SJ Sexismus ab? Dieser Text versucht ein paar Antworten zu geben, ohne den Anspruch zu erheben, das Thema vollständig abzudecken oder allumfassend darzustellen.
„Wir stellen fest, dass unsere Organisation ein Spiegelbild gesamtgesellschaftlicher Verhältnisse ist. Dabei macht man Anstrengungen, alles zu vermeiden was zur Artikulierung dieses Konfliktes zwischen Anspruch und Wirklichkeit beitragen könnte (...) nämlich in dem man einen bestimmten Bereich des Lebens vom gesellschaftlichen abtrennt, ihn tabuisiert, indem man ihm den Namen `Privatleben` gibt.“
Frauen werden in vielen Bereichen des täglichen Lebens unsichtbar gemacht. Die Geschichtsschreibung wird beherrscht von großen Männern. Überall ist die Rede von wichtigen Politikern, Malern, Architekten, Physikern, Mathematikern und Genforschern. In kaum einem Text können wir von Arbeiterinnen, Technikerinnen, Schülerinnen, usw. lesen.
Werbung ist omnipräsent. Wir nehmen sie großteils mehr unbewusst als bewusst wahr. Und doch prägt sie unseren Alltag. Sie stellt eine symbolische Beziehung zwischen Produkten und Waren zu Alltag und Leben her. Sie konstruiert eine Lebensrealität, die sich zwangsläufig auf unsere Gesellschaft auswirkt.
Frau = Kindergebärmaschine? Pille schuld am Priestermangel? „Wenn die Frau nicht zur Hilfe des Kindergebärens dem Mann gegeben ist, zu welcher Hilfe dann?“