Der Herbst 1978 war geprägt von Diskussionen um die zukünftige energiepolitische Ausrichtung Österreichs. Ohne Zwentendorf sahen die einen, nämlich die Energiewirtschaft, die Wirtschaftskammer, die Industriellenvereinigung, die Gewerkschaften, die Regierung und viele andere mehr, Arbeitsplätze und den Lebensstandard in Gefahr.
Plädoyer wider den österreichischen Wahnsinn und für eine andere Energiepolitik
Alle reden von Temelin - alle sind gegen das AKW-Temelin. Atomkraftwerke sind im Betrieb unsicher, Tschernobyl, La Hague, Harrisburg und viele andere Störfälle in Ost und West zeigen deutlich, dass es kein sicheres Atomkraftwerk gibt.
Weltweit werden jährlich durch menschliche Tätigkeitenca. 23.000 Mio. Tonnen CO2 freigesetzt. Nur rund ein Drittel davon, nämlich 7.500 Mio. Tonnen, wird durch die Stromproduktion verursacht. Der Rest wird vom Verkehr, der Industrie und den Haushalten ausgestoßen.
Die Atomindustrie ist weltweit im Niedergang. Nach der Euphorie über die Zukunft der Atomkraft, die noch in den 60er Jahren geherrscht hatte, setzte schon in den 70er Jahren eine gewisse Ernüchterung ein.
Der Startschuß für die Weltreise desentstehenden Kernbrennstoffes fällt meist weit weg von hier: in den Uranminen Australiens, Nordamerika, Südafrikas oder in Kanada ...