12.05.2010
Donnerstag, 20 Mai, 19Uhr, Volkshaus Knittelfeld
Deutschnationale Burschenschafter stehen in Österreich für völkischen
Nationalismus, NS-Verherrlichung und Holocaust-Leugnung. Das extrem
antisemitische, homophobe, rassitische und frauenfeindliche Weltbild des
österreichischen Korporationswesens stellt wahrlich kein
marginalisiertes gesellschaftliches Randphänomen dar. Vielmehr fungieren
deutschnationale Burschenschaften auch als Kaderstätte und
Verbindungsglied zwischen legal organisiertem Rechtsextremismus und der
militanten Neonaziszene. So waren beispielsweise 15 von 19
Nationalratsabgeordnete der FPÖ in der vergangenen Legislaturperiode
Alte Herren von Burschenschaften und es lässt sich auch sonst kaum ein
namhafter Ideologe des österreichischen Neonazismus antreffen, der nicht
dem korporierten Milieu entstammt.
Der ÖPR (Österreichische Pennäler Ring) fungiert in diesem Spektrum als
Dachverband der deutschnationalen oder "schlagenden"
Mittelschulverbindungen, deren Mitglieder im Falle eines Studiums
zumeist den akademischen Verbindungen beitreten und ihren studentischen
Brüdern ideologisch um nichts nachstehen.
Im einem Vortrag mit anschließender Diskussion sollen die historischen
Überschneidungen des deutschnationalen Korporationswesen mit dem
organisiertem Rechtsextemismus nachgezeichnet werden und auf jüngste
Entwicklungen eingegangen werden.
Wann: Donnerstag, 20. Mai 2010 um 19Uhr
Wo: Volkshaus Knittelfeld (Hans Resel 2)