Freitag 24. Mai 2013
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Presseaussendungen

SJÖ gedenkt Attentat von Utoya: "Hassklima wird uns nicht bezwingen"

Die Sozialistische Jugend gedenkt dem Attentat eines Rechtsextremen auf das Jugendcamp ihrer norwegischen Schwesterorganisation Arbeidernes Ungdomsfylking (AUF), das sich vor einem Jahr auf der Insel Utoya ereignete und ruft alle Menschen dazu auf, am morgigen Sonntag um 15.22 Uhr eine Gedenkminute einzulegen, um an die Opfer zu erinnern.


"Das Attentat in Norwegen war ein Anschlag auf die Ideen und Prinzipien der sozialistischen Bewegung: Gleichheit, Solidarität, Demokratie, soziale Gerechtigkeit. Es ist nicht einfach vom Himmel gefallen, sondern ist Resultat eines gesellschaftlichen Hassklimas, das von rechtspopulistischen,rassistischen und anti-muslimischen Netzwerken und Parteien geschürt wird. Gerade in Zeiten sozialer Ungleichheit, steigender Arbeitslosigkeit und immer düster werdenden Zukunftsperspektiven wird der Boden für eine wachsende Akzeptanz rechtsextremer und autoritärer Politik aufbereitet", so Wolfgang Moitzi, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend.


"Unsere 69 ermordeten Genossinnen und Genossen haben es nicht gescheut, für ihre Werte einzustehen und diese in die Öffentlichkeit zu tragen. Mehr denn je ist es wichtig, nicht klein beizugeben, sondern offensiv für Frieden und eine sozialistische und demokratische Gesellschaft einzutreten. Als internationalistische Bewegung ist der permanente Austausch mit unseren Schwesterorganisationen ein wichtiger Eckpfeiler in unserer alljährlichen Arbeit", betont Moitzi, der auf das aktuell in Kroatien zu Ende gegangene Sommercamp jungsozialistischer Organisationen aus ganz Europa verweist. Die SJ Österreich beteiligte sich dabei mit einer rund 170-köpfigen Delegation.


"Wer von Breivik spricht, darf über die rechtsextremen Tendenzen in der Gesellschaft nicht schweigen. Höchste Zeit, dass rechtsextremen Umtrieben der Riegel vorgeschoben wird und das Innenministerium wieder einen jährlichen Rechtsextremismus-Bericht herausgibt!",fordert der SJ-Vorsitzende, um der rechtsextremen Kriminalszene gezielt das Handwerk zu legen. Klar ist für Moitzi: "Der rechte Attentäter hat sein Ziel verfehlt: Die sozialistische Bewegung ist zusammengerückt und kämpft umso mehr für eine gerechte, demokratische und solidarische Gesellschaft ohne Rassismus und Ausbeutung!"

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