Sonntag 19. Mai 2013
flickr facebook twitter blog.sjoe.at
Link zu den Bundesländern Vorarlberg Burgenland Tirol Kärnten Niederösterreich Wien Oberösterreich Salzburg Steiermark

Inhalt:

Verein Jugendlicher Arbeiter

"Der Jugendliche Arbeiter"

[die geschichte der sozialistischen jugend österreich]

Für die dynamische Ausdehnung des Verbandes lieferte die Zeitung der Lehrlinge "Der jugendliche Arbeiter" einen weiteren entscheidenden Beitrag.


So lange es keine eigene Zeitung gab, organisierten die Vereinsfunktionäre die notwendige Information der Mitglieder mit sehr mühsam hergestellten und manuell reproduzierten Informationsblättern. Es gab viele Vorschläge und Diskussionen zur Lösung dieses Problems, doch scheiterten alle Lösungsversuche zunächst an der Finanzierung. Die Gruppe Margareten gründete auf  diesem Hintergrund im Jahr 1901 einen privaten "Preßfonds" und lieferte damit die maßgebliche Initialzündung zur Zeitungsgründung. Noch in diesem Jahr beschloss der Wiener Verein offiziell die Schaffung eines Pressefonds. Am 15. Oktober 1902 erschien dann  die erste Nummer der Zeitschrift „Der Jugendliche Arbeiter".


Nur unterbrochen von den faschistischen Perioden hatte seitdem die Österreichische ArbeiterInnenjugend auch auf  medialem Gebiet ein Propaganda- und Informationsinstrument zur Verfügung. Die Zeitung wurde den damals noch selbständigen Vereinen zugesandt und stellte so einen engen Kontakt zwischen den einzelnen FunktionärInnen und Mitgliedern her. Die Lektüre der alten Protokolle und Berichte zeigt, welch geradezu revolutionärer Akt es im  Jahre 1902 war, eine Zeitschrift für Lehrlinge herauszugeben. Immer wieder  stieß man auf die Frage der Finanzierung. Die Verbands-Gründungskonferenz im Jahr 1903 beschloss, die Zeitschrift zum Verbandsorgan zu machen, womit die Verantwortung aller Zweige der Organisation für die Zeitung festgelegt wurde.


Die neue Zeitschrift berichtete vorwiegend über praktische Lehrlingsprobleme, vergaß aber auch nicht auf die wichtige Erziehungs- und Kulturarbeit. Es gelang ihr, prominente ParteiführerInnen, darunter Leopold Winarsky, für die beliebten „Gedenkartikel“ oder für Kurzbiographien großer Persönlichkeiten des Sozialismus zu gewinnen.

vorheriges Bild Bild Pause/Fortsetzen nächstes Bild
vorheriges Video Video Pause/Fortsetzen nächstes Video
IMPRESSUM © sozialistische jugend
http://www.sjoe.at/