Kaum etwas war in den letzten Wochen und Monaten so in Diskussion wie die Organisation des österreichischen Gesundheitssystems. Fremdwörter und unterschiedliche Zahlen schwirrten uns um die Köpfe.
Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges war die Sozialpartnerschaft ein Grundsatz der österreichischen Wirtschafts- und Sozialpolitik. Inflationsanpassungen von Löhnen und Pensionen, Arbeitszeitbestimmungen und vieles mehr wurde praktisch von den Sozialpartnern erarbeitet. Mit dem Amtsantritt der Schwarz- Blauen Bundesregierung im Jahr 2000 verlor sie jedoch zusehends an Bedeutung.
Europa geht die Arbeit aus. Millionen von Menschen wird es verunmöglicht eine Erwerbsarbeit auszuüben. Alle bisherigen Konzepte sind gescheitert. Dass aber die Arbeit einfach nur nicht gerecht verteilt ist, kommt niemanden in den Sinn. Zeit die alte, neu Idee der Arbeitszeitverkürzung wieder zu entdecken…
Was haben die Kirche, der Alpenverein, das Wirtschaftsforum der Führungskräfte und der Österreichische Gewerkschaftsbund gemeinsam? Nichts würde man auf den ersten Blick vermuten. Falsch geraten! Sie alle und 40 weitere Organisationen treten ein für den "freien Sonntag".
Heutzutage werden wir oftmals mit Schlagworten wie Globalisierung oder Neoliberalismus konfrontiert. Sie alle versuchen, jeweils für sich, die heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen zu beschreiben. Doch diese "Schlagwortzusammenfassung" ist oft unzureichend.
Durch die radikalen Pensionskürzungspläne der Regierung sollen allein im Jahr 2006 insgesamt fast 460 Mio EURO bei den ASVG-Pensionen eingespart werden. Damit wird aber nicht etwa eine Kostenexplosion unseres Pensionssystems abgefangen. Vielmehr sollen damit Ausgaben für Abfangjäger und weitere Steuerbegünstigungen für Unternehmen finanziert werden.