Weibliche Genitalverstümmelung wirksam bekämpfen!
Weltweit seien rund 155 Mio. Frauen von sexueller Verstümmelung betroffen, täglich kommen weitere 8.000 Mädchen dazu - wobei die Dunkelziffer wohl weit höher liege.
"Die Folgen sind verheerend und fügen Frauen oft lebenslang
psychische Traumata zu, den Verlust sexueller Empfindung oder
Infektionen. Höchste Zeit, dass Österreich kostenlose Rückoperationen
ermöglicht und dass bei Asylverfahren darauf geachtet wird, dass
betroffene Frauen sich an entsprechend ausgebildete Beamtinnen wenden
können", fordert Both.
Denn gerade was frauenspezifische Gewalt und Verfolgungsgründe
betrifft, sei Sensibilität bei den zuständigen Beamt_innen gefragt.
"Das schreckliche Ritual der FGM zeigt, wie wenig grundlegendste
Rechte von Frauen in unserer Gesellschaft oft zählen. Aus- und
Weiterbildung für Mitarbeiter_innen in Behörden, im Justiz- und
Polizeiapparat, sowie für Lehrkräfte zu dieser Problematik sollten
auf der Tagesordnung stehen", fordert Both eine Aufnahme des
Themenbereichs FGM in Medizinstudium, Pädagogik und Psychologie.



