Totgesagte leben länger
Über Marx und Engels
Die Meinung, die Theorien von Karl Marx und Friedrich Engels seien nicht mehr aktuell, gibt es, seit sie ihre Tätigkeit begannen. Und dennoch bleiben ihre Gedankengänge auch 150 Jahre nach ihrem Entstehen treffend.
Das wirtschaftliche System, in dem Marx lebte und in dem wir heute noch leben, ist der Kapitalismus. Natürlich hat sich der Kapitalismus verändert, die gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen die beiden lebten, haben sich oberflächlich betrachtet, stark gewandelt. Bei einer genaueren Betrachtung sehen wir, dass sich am Widerspruch zwischen Arbeit und Kapital aber nichts verändert hat: Damals wie heute gibt es Menschen, die nichts zu verkaufen haben, als ihre Arbeitskraft und Menschen, die vom "Kauf" dieser Arbeitskraft leben. Anders formuliert bedeutet dies: Es gibt Menschen, die durch ihre Arbeit Güter herstellen, be- und verarbeiten, d.h. durch ihre Tätigkeit schaffen. Auf der anderen Seite verdient ein kleiner Teil der Menschheit dadurch, dass er Unternehmen besitzt und zusätzlich noch das Kapital hat, um sich Arbeitskräfte zu kaufen. Und genau dieser Teil ist es, der die großen Profite einstreift. Doch ist es die Arbeit und nicht das Kapital, das "schafft".
Wie der Name schon sagt, sind es die arbeitenden Menschen, die Arbeit verrichten. Das schließt natürlich nicht aus, dass es auch UnternehmerInnen gibt, die in ihren eigenen Betrieben genauso arbeiten. Doch gibt es drei große Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Erstens sind sie sich selbst Chef, d.h. sie stehen in der betrieblichen Hierarchie oben. Zweitens haben sie den ArbeiterInnen entgegengesetzte Interessen, z.B. die Höhe des Lohnes. Und zum dritten profitieren sie von der Arbeit jener Menschen, die ihre Arbeitskraft an sie verkaufen.
Klassenkampf in Geschichte...
"Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen" schrieben Marx und Engels im Kommunistischen Manifest. Damit meinten sie, wie sie später richtig stellten, alle Epochen, die bereits schriftlich festgehalten wurden. Sie sahen in allen diesen Zeitspannen enorme Interessensgegensätze zwischen unterschiedlichen Klassen. Waren es Patrizier, Plebejer und Sklaven in der Antike, so sind es die sogenannte Bourgeoisie (das Bürgertum) und das Proletariat (ArbeiterInnen und Angestellte) im Kapitalismus. Heute wie damals gibt es zwischen diesen gesellschaftlichen Gruppen einen Gegensatz: während die ArbeiterInnen auf der einen Seite höhere Löhne fordern, versuchen die UnternehmerInnen so wenig als möglich zu zahlen.
...und Gegenwart?
In der heutigen Zeit wird ständig versucht, diese Klassengegensätze zu verschleiern. Angeblich, so wird häufig behauptet, hätten die ArbeiterInnen und Angestellten auf der einen und die UnternehmerInnen auf der anderen Seite doch dieselben Interessen: die Produktion von Waren und Dienstleistungen. Aber das ist so nicht richtig. Denn die UnternehmerInnen sind nicht interessiert daran, ein Produkt herzustellen und anzubieten, weil es benötigt wird, sondern weil sie Profite machen wollen. Und je stärker sie ihre Beschäftigten ausbeuten können, desto stärker wächst auch ihr Profit. Der prinzipielle Widerspruch zwischen Unternehmen und ArbeitnehmerInnen lässt sich im Kapitalismus eben nicht aufheben.
Was ist die ArbeiterInnenklasse?
Oft stehen in einem Betrieb ArbeiterInnen und Angestellte nebeneinander, sie verrichten die selbe Arbeit, doch ihre Verträge sind verschieden. Häufig fühlen sie sich nicht der selben Klasse zugehörig, sie erkennen weniger leicht, dass es die selben sind, die sie ausbeuten. Der Ausweg aus dieser Situation kann nur sein, dass sich alle Lohnabhängigen ihrer Unterdrückung bewusst werden. Es muss ihnen klar werden, dass es nicht sein kann, dass es Menschen gibt, die aufgrund glücklicher Fügungen (Erbe, etc.) über unendlich viel Geld und Güter verfügen, während auf der anderen Seite Menschen für den Verkauf ihrer Arbeitskraft gerade genug Geld haben um nicht zu verhungern.
Karl Marx und Friedrich Engels schreiben am Ende ihres "Manifestes der kommunistischen Partei": "Die Proletarier haben nichts in ihr [der Welt] zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen.
Proletarier aller Länder, vereinigt euch!"
Das wirtschaftliche System, in dem Marx lebte und in dem wir heute noch leben, ist der Kapitalismus. Natürlich hat sich der Kapitalismus verändert, die gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen die beiden lebten, haben sich oberflächlich betrachtet, stark gewandelt. Bei einer genaueren Betrachtung sehen wir, dass sich am Widerspruch zwischen Arbeit und Kapital aber nichts verändert hat: Damals wie heute gibt es Menschen, die nichts zu verkaufen haben, als ihre Arbeitskraft und Menschen, die vom "Kauf" dieser Arbeitskraft leben. Anders formuliert bedeutet dies: Es gibt Menschen, die durch ihre Arbeit Güter herstellen, be- und verarbeiten, d.h. durch ihre Tätigkeit schaffen. Auf der anderen Seite verdient ein kleiner Teil der Menschheit dadurch, dass er Unternehmen besitzt und zusätzlich noch das Kapital hat, um sich Arbeitskräfte zu kaufen. Und genau dieser Teil ist es, der die großen Profite einstreift. Doch ist es die Arbeit und nicht das Kapital, das "schafft".
Wie der Name schon sagt, sind es die arbeitenden Menschen, die Arbeit verrichten. Das schließt natürlich nicht aus, dass es auch UnternehmerInnen gibt, die in ihren eigenen Betrieben genauso arbeiten. Doch gibt es drei große Unterschiede zwischen den beiden Gruppen. Erstens sind sie sich selbst Chef, d.h. sie stehen in der betrieblichen Hierarchie oben. Zweitens haben sie den ArbeiterInnen entgegengesetzte Interessen, z.B. die Höhe des Lohnes. Und zum dritten profitieren sie von der Arbeit jener Menschen, die ihre Arbeitskraft an sie verkaufen.
Klassenkampf in Geschichte...
"Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen" schrieben Marx und Engels im Kommunistischen Manifest. Damit meinten sie, wie sie später richtig stellten, alle Epochen, die bereits schriftlich festgehalten wurden. Sie sahen in allen diesen Zeitspannen enorme Interessensgegensätze zwischen unterschiedlichen Klassen. Waren es Patrizier, Plebejer und Sklaven in der Antike, so sind es die sogenannte Bourgeoisie (das Bürgertum) und das Proletariat (ArbeiterInnen und Angestellte) im Kapitalismus. Heute wie damals gibt es zwischen diesen gesellschaftlichen Gruppen einen Gegensatz: während die ArbeiterInnen auf der einen Seite höhere Löhne fordern, versuchen die UnternehmerInnen so wenig als möglich zu zahlen.
...und Gegenwart?
In der heutigen Zeit wird ständig versucht, diese Klassengegensätze zu verschleiern. Angeblich, so wird häufig behauptet, hätten die ArbeiterInnen und Angestellten auf der einen und die UnternehmerInnen auf der anderen Seite doch dieselben Interessen: die Produktion von Waren und Dienstleistungen. Aber das ist so nicht richtig. Denn die UnternehmerInnen sind nicht interessiert daran, ein Produkt herzustellen und anzubieten, weil es benötigt wird, sondern weil sie Profite machen wollen. Und je stärker sie ihre Beschäftigten ausbeuten können, desto stärker wächst auch ihr Profit. Der prinzipielle Widerspruch zwischen Unternehmen und ArbeitnehmerInnen lässt sich im Kapitalismus eben nicht aufheben.
Was ist die ArbeiterInnenklasse?
Oft stehen in einem Betrieb ArbeiterInnen und Angestellte nebeneinander, sie verrichten die selbe Arbeit, doch ihre Verträge sind verschieden. Häufig fühlen sie sich nicht der selben Klasse zugehörig, sie erkennen weniger leicht, dass es die selben sind, die sie ausbeuten. Der Ausweg aus dieser Situation kann nur sein, dass sich alle Lohnabhängigen ihrer Unterdrückung bewusst werden. Es muss ihnen klar werden, dass es nicht sein kann, dass es Menschen gibt, die aufgrund glücklicher Fügungen (Erbe, etc.) über unendlich viel Geld und Güter verfügen, während auf der anderen Seite Menschen für den Verkauf ihrer Arbeitskraft gerade genug Geld haben um nicht zu verhungern.
Karl Marx und Friedrich Engels schreiben am Ende ihres "Manifestes der kommunistischen Partei": "Die Proletarier haben nichts in ihr [der Welt] zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen.
Proletarier aller Länder, vereinigt euch!"










